Disney’s 5K Family Safari 2008

Hört hört, Läufer, Fußgänger und andere Fortbeweger,

es trug sich am 11. Tag des 1. Monats des Jahres 2008 zu, als sich 4 sportliche Laufschuhträger aufmachten Walt Disneys Königreich der Tiere laufend zu erkunden. Ob sie es geschafft haben und ob sie auch wieder aus diesem Dschungel an Gefahren herausfanden will ich Euch erzählen.

Um eine doch sehr frühe Zeit des Tages, welche sich noch vor der morgendlichen Stunde 5 einpendelte, erklang so gut wie alles was sich als Wecker missbrauchen ließ um die wackeren Läufer aus den süßesten Träumen zu reißen.  „Los, raus aus den Federn, weckt die Bettwanzen, es geht ab in den Dschungel!!“


Während Kamerad Runner (Lord Joern) und seine Gemahlin (Lady Michy) sich gerade am Wams überwerfen waren, hämmerte es laut gegen ihre Türe. Wer konnte das um diese frühe Stunde nur sein? Die Putzkolonne? So früh? Niemals im Leben des Runners und auch der anderen nicht. Aber wer nur? Nicht lang gerätselt und schon riss der Runner die Türe auf. Dort standen schlotternd und auch noch sehr müde, Runnerin Alexandra (Lady Mushu) nebst Mitläufer-Lord Andreas. Na, das konnte ja was werden. Nun gab es kein zurück mehr. Nichts mehr mit, zurück ins Bett und den Dschungel Dschungel sein lassen. Nun galt es, die Laufschuhe zu schnüren und sich den Widrigkeiten dieses Königreichs zu stellen.

Mit Pferd (Jaqueline) und Wagen (Toyota Rav4) ging es dann auf zum Turnierplatz (Animal Kingdom Parkplatz). Dort angekommen schlug den wackeren Recken bereits beim Verlassen der Wagen die geballte Kraft an gute Laune ins Gesicht. Wer jetzt noch nicht wach war, hatte nichts mehr dort verloren, denn Tote tragen nicht nur keine Karos oder erzählen keine Märchen, sondern sollten auch aufs Laufen verzichten, denn die Stimmung am Turnierplatz konnte Tote erwecken. Barden und Troubadoure (wenn auch vornehmlich in elektronischer Form) wetteiferten um den begehrten Platz des königlichen Haus- und Hofmusikus. Ob überhaupt jemand und wenn ja wer diesen Wettstreit für sich entscheiden konnte wurde leider nicht mehr überliefert. Für die wackeren Laufgesellen war das auch nicht weiter von Belang, sie genossen einfach nur diese laute und doch inspirierende Stimmung. (In der heutigen Zeit würde man sagen: “Es war Party ohne Ende angesagt“)

Was sagte denn nun das Zeiteisen? Mehrere Minuten nach der vollen Stunde 6. Es war noch Zeit bis zur Stunde Null, oder auch die siebente Stunde des Tages genannt. Somit war es ja doch noch möglich Pferd und Wagen wieder zu entern und dem süßen Ruf des Schlafgemachs zu erliegen. Sollten wir da ein Zögern erahnen? Nein! So darf es nicht enden. Dafür stand einfach zuviel auf dem Spiel. Auch wenn der Ruf lauter zu werden schien, so ging es doch gegen die Ehre der wackeren Läufer. Sie hatten es hinausposaunt und nun sollten den großen Worten auch entsprechende Taten folgen. Gesagt getan.

Hier möchte ich kurz inne halten und allen danken die bis hierher meinen Worten gefolgt sind und gleichzeitig um Vergebung bitten. In einem so hohen Alter wie ich es mittlerweile mit mir herumtrage ist es nicht sehr leicht sich in gesundem Maße den jungen Gefolgsleuten noch einigermaßen verständlich zu machen geschweige denn immer auf dem direkten Weg zu bleiben. Allerdings hoffe ich doch, dass ein wenig von meinen Worten durchdringt. Nun aber genug gejammert. Wie ging es nun weiter mit unseren wackeren Helden?

Es ist bei solcherlei Veranstaltungen üblich, sich dort einzufinden wo man vom Stande her hingehört. Somit fanden der Runner und seine Gemahlin sich im hinteren
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und Lady Mushu nebst Gefolgsmann Andreas im vorderen Mittelfeld ein, die zuletzt Genannten wohl auch ganz in der Nähe der in rosa gekleideten und auf den Kopf einen flamingoförmigen Helm tragenden Tütü-Runner. Flamingo? Tütü? Ja, viele der Runner die dort Ihre Königshäuser vertreten, hatten sich in die traditionellen Gewänder Ihrer Häuser geworfen. Ob nun die Angehörigen der Häuser T-I-Doppel-G-R oder auch die immer zu unrecht belächelten langohrigen Goofy-Gefolgschaften. Alle Häuser die Rang und Namen haben oder gern hätten waren dort vertreten. Unsere wackeren Helden hielten es aber dann doch mehr wie die meisten ihrer Mitstreiter. Ein einfaches Funktions-Wams reicht auch um sich den Gefahren dieses Abenteuers zu stellen.

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Abenteurer aus dem Hause Flamingo

„Hallo? Wird hier auch gelaufen, oder nur rumerzählt?“
„Ja doch, kommt ja noch. Ich bat ja schon um Vergebung Tztztztztz, diese jungen Dinger von heute. Immer nur auf der Überholspur“

Nun näherte sich der Sand im Zeiteisen der Stunde Null. („Sand im Zeiteisen! Nee, is klar.“) Urplötzlich und ohne vorherige tompretenunterstützte Ankündigung erscholl die Hymne des gastgebenden Hauses. U Punkt S Punkt A Punkt. Man mag davon halten was man will, aber wenn so ungefähr 6000 wackere Abenteurer plötzlich Ihre Stimme erheben und melodiös DSDS-geschädigt mit in den Gesang der Minnesängerin einstimmen, dann ist die Art der Musik die erklingt egal.

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Als dann alle wieder zur Ruhe kamen gaben sich Sir Mickey und Lady Minnie die Ehre zusammen mit Knecht Donald und Hofnarr Goofy. Was bedeutete, dass sich die Zeit des Rumstehens einem Ende näherte und alle anfingen mit den Hufen zu scharren. Auf neumodische Art wurde dann von der Zahl Zehn herunter auf Null gezählt, was gleichzeitig mit dem abschießen von Leuchtkörpern einherging.

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Nur warum liefen der Runner und unsere wackeren Helden nicht? Wollten sie doch nicht mehr? Durften sie nicht mehr? Nein, daran lag es nicht. Weil es sich nicht nur um ein Dutzend Abenteurer handelte, sondern um eine ganze Menge mehr wurde in zwei Einheiten gestartet. Und unsere wackeren Helden gehörten zur zweiten.

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Nach kurzer Verweildauer ging es dann auch für unsere Helden los. Erstmal nur im gemächlichen Schritttempo, da an Laufen bei der Masse nicht zu denken war. Das war dann erst mehrere hundert Meter nach dem Start möglich, als sich so nach und nach die Menge auseinanderzog.

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Als erste wurde eine große Runde um den Turnierplatz gedreht um dann nach 1600 Metern in den Dschungel der Tiere einzutauchen. Bis dahin lief alles für unsere Runnerin hervorragend. Sie fühlte sich gut und genoss auch die tolle Atmosphäre die sich den Abenteuern bot. Aber zuviel Genießen durfte nicht sein. Der Runner, der in diesem Fall als Antreiber diente, hatte immer das Zeiteisen im Blick. Das Abenteuer sollte laut Turnierverordnung innerhalb von 45 Minuten abgeschlossen sein. Dort zeigte sich dann, der fiese Charakter des Runners. Jedes Mal wenn die Frage seitens der Runnerin aufkam, ob sie gut in der Zeit läge, kam nur ein knappes :“So gerade eben noch.“ über die Lippen des Antreibers, obwohl sie zeitlich viel besser da stand als diese hinterhältige Aussage erahnen lies.

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Nun wenden wir uns mal dem Verlauf der Strecke zu, die unsere Abenteurer zu bewältigen hatten. Nachdem der Eingang zur Hölle, ähhh, zum Dschungel passiert wurde, steuerte die Menge direkt auf den furchteinflössenden aus lebenden Tieren erbauten baumähnlichen Altar dieses Dschungels zu, um diesen allerdings rechtzeitig genug auf der linken Seite zu passieren.

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Somit befanden sie sich auf direktem Weg nach Afrika um dort endlich nach den ersten Strapazen der Strecke wie eine Horde wild gewordener Sandalenträger über die erste Wasserstelle herzufallen.  (Es war wirklich nur Wasser.) Für eine große Rast blieb allerdings keine Zeit, da das Zeiteisen unweigerlich weiterlief. Somit wendeten sich die Abenteurer von diesem erfrischenden Nass ab um sich auf den beschwerlichen Weg über Rafiki’s Planet Watch zum Mount Everest zu machen. Auch wenn sie die Richtung zum großen weisen Affen einschlugen so wurden sie dann doch über verschlungene für die öffentliche Meute fast undurchdringliche Pfade bis an die Grenze dieses Dschungels geführt um auf selbem Wege zurück dann endlich nach Asien vorzudringen, immer im Hinterkopf die fehlgeschlagene Expedition zum Mt. Everest aus dem letztjährigen Turnier.

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Auch wenn an der gesamten Strecke Ihres Abenteuers immer wieder aus dem Nichts Sandleute auftauchten um sie doch noch anzutreiben, blieb dieses mulmige Gefühl der verschollen Truppe in ihren Köpfen haften.

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Selbst an der zweiten Wasserstelle, die kurz vor Asien auftauchte. Da half es auch nicht, dass Lord Incredible im hautengen Gewand persönlich die Abenteurer unterstützte.

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Als sie endlich den Berg und sein schreckliches Geheimnis hinter sich gebracht hatten tauchte aus dem Dunkel des Meeres Nemo auf, nicht der Kapitän, sondern der flossengeschädigte kleiner Klischtko (frei nach Dori). Na ja, so richtig lies er sich dann doch nicht am Fenster seiner Burg sehen, denn aus Gründen die ich nicht zu erahnen vermag, hat sich der kleine Lord Fauntleroy , ähhh, Little Nemo eine Burg komplett ohne jegliche Schießscharten oder andere Auslässe bauen lassen. Na ja, wenn man so zurückgezogen leben möchte. Bitte schön.

Aber auch Nemo vermochte unsere wackeren Helden nicht aufzuhalten. Apropos wackere Helden. Wo waren Lady Mushu und Lord Andreas abgeblieben? Auf dem Weg zum weisen Affen trafen unsere vier Helden noch aufeinander, aber dann verloren sich ihre Spuren. Sollten die Beiden die ersten Opfer im Himalaya in diesem Jahr gewesen sein? Wir werden es erfahren.
Weiter ging es dann ins DinoLand U Punkt S Punkt A Punkt vorbei am Marktplatz der lustigen Schausteller.

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Auch dort immer noch kein Lebenszeichens von Lady Mushu und Ihrem Lord. Allerdings immer wieder genug Sandleute die unsere Abenteurer weiter antrieben. Nachdem sie den Yeti erfolgreich passiert hatten konnte ihnen auch kein noch so lautes Schreien und Brüllen aus dem Lande Dinosaur Angst einflößen.

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Was Ihnen allerdings Beine machte, waren die Laute die sie von außerhalb des Dschungels vernahmen, bekannte Laute. Es waren die wohlklingenden Töne der Barden und Troubadoure, die sie bereits am frühen Morgen auf dem Turnierplatz gehört hatten. Somit konnten sich unsere Helden an öffentlichen Wegen vorbei aus dem Dschungel davon machen nicht ohne noch einen Blick auf den Berg des Grauens zu werfen.

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Nur wo war der hin? An seine Stelle war ja nur ein Gebilde aus viel Schein.

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Vorne hui, hinten pfui? Trotzdem. Was war mit Lady Mushu und Gefolgsman Andreas passiert? Dieses dunkle Kapitel war noch nicht geklärt.

Nach 41 Minuten war dann endlich das Ziel auf dem Turnierplatz für Lady Michy und ihrem Runner erreicht. Überglücklich es geschafft zu haben liefen sie Hand in Hand durchs Ziel.
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Die Strapazen der letzten Wochen haben sich doch gelohnt. Die Angst der Lady es nicht zu schaffen war unbegründet. Nur leider kam der Runner nicht so gut dabei weg. Er fiel in Ungnade als Lady Michy erfuhr, dass er sie, bezogen auf das Zeiteisen, doch sehr in die Irre geführt hat. Da konnte auch kein rasches Herbeiholen von Trinkbarem und Essbarem sie besänftigen.

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Somit war es um unseren Runner geschehen. Aber nur solange, bis plötzlich wie aus dem Nichts Lady Mushu und Lord Andreas auftauchten. Auch sie hatten das Abenteuer gut überstanden und erreichten den Turnierplatz ungefähr zehn Mintuen eher als der Runner und seine Lady. Es wurden bei diesem freudigen Aufeinandertreffen dann noch fleißig Erfahrungen ausgetauscht um sich dann gemeinsam auf den Weg zu Pferd und Wagen zu machen.

Für Lady Mushu und Lord Andreas ging es am selben Tag noch in die Heimat zurück, was sie doch ein wenig traurig stimmte. Besonders als bei Erreichen der Unterkunft der besagte Umschlag am Türknauf hing. Jeder hofft ja diesen Umschlag nie zu Gesicht zu bekommen, aber irgendwann erwischt es einen ja doch.

Für Lady Michy und dem Runner allerdings fing es erst richtig an, denn am selben Tag noch waren sie Gäste bei Chef Mickey auf seiner Burg Contemporary bei einem ausgiebigen Frühstück. Zuviel an Anstrengung durfte aber der Tag nicht mehr bringen, denn der Runner musste sich für den nächsten Tag wappnen, an dem er das Königreich der Maus und das Land der Zukunft unter seine alten Füße nehmen wollte. Aber davon gibt es zu gegebener Zeit und an anderer Stelle mehr.

Hier nun unserer wackeren Helden:

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Lord Andreas und Runnerin Alexandra (Lady Mushu)

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Kamerad Runner (Lord Joern) und seine Gemahlin (Lady Michy)

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Die Ausbeute dieses Abenteuers


Ein Lauf der bei unseren Runnern immer wieder auf dem Programm stehen würde. Diese tolle Stimmung und Atmosphäre ist unvergleichlich. Jeder der Lust am Laufen hat und auch noch Disney nicht ganz abgeneigt ist, sollte diesen Lauf oder einen der anderen bei Disney mal wagen.

In diesem Sinne

Des Runners und Gemahlins Harlekin